Lutealphase und Schwangerschaftstest

Die Gestaltung der Lutealphase

Die hormonelle Stützung der Lutealphase gestalten wir heute in der Regel mit Progsteron vaginal ab dem Tage der Follikelpunktion. Hat sich in vorherigen Zyklen evtl. gezeigt, dass damit die Lutealphase nur mangelhaft gestützt werden kann (vorzeitige Blutung) kann die Luthealphasenstützung auch mit HCG 1500 E alle drei Tage vorgenommen werden.

Die Lutealstützung mit HCG kann beim Nachweis von Herzaktionen (ca. 4 Wochen nach Embryotransfer) gestoppt werden. Wird die Lutealstützung mit Progesteron vaginal vorgenommen, ist diese Medikation bis Ende der 12. SSW fortzusetzen.

Der Schwangerschaftstest

Am Tag 15 nach dem Embryotransfer kann die Bestimmung des b-HCG’s im Serum erfolgen.

Interpretation des b-HCG-Wertes:

Liegt der Wert unterhalb von 50 U/l, hat die Nidation nicht stattgefunden. b-HCG-Werte zwischen 20 und ca. 40 U/l sind das Resultat der wiederholten HCG-Injektionen (Profasi, Pregnyl). Mit der Medikation kann aufgehört werden. Innert 2–3 Tagen tritt die Menstruationsblutung ein. 

Bei einem Wert zwischen 50 und 100 U/l ist das Outcome noch unsicher, die b-HCG-Bestimmung sollte 2 Tage später erfolgen, im Falle einer Nidation liegt dieser Wert doppelt so hoch. In einer normal verlaufenden Schwangerschaft verdoppelt sich der b-HCG-Wert in den ersten Wochen alle 2 Tage.

Ist am Tag 15 nach ET der b-HCG-Wert über 100 U/l, hat sicher eine Nidation stattgefunden. Die 2-täglichen HCG-Injektionen in einer Dosierung von 1000 U/l müssen fortgeführt werden. Eine erste sonographische Kontrolle der Schwangerschaft kann 14 Tage später vorgenommen werden. Im glücklichen Fall ist dann der Embryo mit seinen Herzaktionen sichtbar.  Von da an sind die HCG-Injektionen (1000 E/2d) noch über 14 Tage weiterzuführen und können danach abgesetzt werden. Der weitere Verlauf entspricht dem einer normalen Schwangerschaft.


Terminbestimmung

Der Tag des Embryotransfers entspricht ungefähr dem Ovulationszeitpunkt eines natürlich verlaufenden Zyklus. Dementsprechend können wir vom Tag des Embryotransfer an 14 Tage zurückrechnen und erhalten das Datum einer virtuellen vLP. Der Geburtstermin errechnet sich dann z. B. mit der Naegele-Regel.