Der Embryotransfer

Für den Embryotransfer, der 2 Tage nach der Follikelpunktion stattfindet und bei dem selbstverständlich auch Ihr Partner wiederum sehr willkommen ist, melden Sie sich zur vereinbarten Zeit im IVF-Labor des Lindenhofspitals. Nach Möglichkeit werden Ihnen die Fotografien Ihrer Embryonen gezeigt und abgegeben. Es werden maximal 2 Embryonen transferiert.

Wie bei einer normalen gynäkologischen Untersuchung wird nun auf dem Untersuchungsstuhl mit dem Scheidenspiegel (Speculum) der Gebärmutterhals eingestellt und mit etwas sterilem Wasser vom Sekret befreit. Die Embryonen werden in die Spitze eines feinen, sehr weichen Katheters aufgesogen. Dieser Katheter wird anschliessend durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt, wohin die Embryonen gespült werden. Diese Rückgabe der Embryonen in die Gebärmutter kann in den meisten Fällen schmerzlos geschehen. Anschliessend bleiben Sie ca. eine halbe Stunde ruhig liegen und können das Spital dann selbständig wieder verlassen (Autofahren möglich).

Nun sind die Embryonen in der Gebärmutterhöhle und müssen Anschluss an die Gebärmutterschleimhaut finden. Als begünstigend durch die Verbesserung der Blutzirkulation hat sich die Einnahme einer geringen Menge Aspirin erwiesen. Mit diesem Medikament (z.B. Aspégic 100mg) beginnen Sie ab dem Tag des Embryotransfers. Je nach Bedarf werden weitere Konsultationen in den nächsten Tagen vereinbart. Sollten Sie jedoch ungewöhnliche Beschwerden verspüren, können Sie sich jederzeit bei Ihrem Arzt melden oder via die Zentrale des Lindenhofspitals ein Mitglied des IVF-Teams konsultieren.

Ungefähr 14 Tage nach dem Embryotransfer wird aus einer Blutentnahme der Schwangerschaftstest durchgeführt. Das Resultat ist ca. zwei Stunden nach Eintreffen des Blutes im Labor verfügbar und wird Ihnen umgehend mitgeteilt.

Diese letzte Stunde Wartezeit auf das Resultat sowie auch die seit dem Embryotransfer vergangenen zwei Wochen werden wahrscheinlich für Sie und Ihren Partner die am schwersten zu ertragende Zeit des Behandlungszyklus sein. Die Einnistung der Embryonen geschieht praktisch nach dem Alles-oder-Nichts-Gesetz, d. h. sie ist erfolgreich oder nicht und von aussen kaum beeinflussbar. Mit anderen Worten, Sie haben kaum die Möglichkeit das Geschehen zu beeinflussen. Obwohl es Ihnen nicht vollständig gelingen mag, hüten Sie sich vor den quälenden Fragen, ob ein Verhalten zu belastend oder zu schädlich gewesen sei. In der Zeit nach dem Embryotransfer dürfen Sie sich normal „häuslich“ verhalten. Wir empfehlen einzig grössere körperliche Anstrengungen (z.B. Spitzensport, belastende Reisen, Bergtouren usw.) zu vermeiden. Alkohol, Nikotin und Medikamente sollten nach Möglichkeit schon Monate vor einer IVF-Behandlung auf ein Minimum reduziert werden.